Plakataerger

"STROER" NIMMT STELLUNG ZU PLAKATÄRGER IN CHEMNITZ

Von Caroline Staude Tag 24

...die Vorgeschichte...

"Die Stadt hat einen Exklusivvertrag mit der Firma 'Stroer'. Etliche Litfaßsäulen und Citylight-Plakatwände sind in einem schlechten Zustand. Die Plakate hängen herunter und sind schon abgefallen. Ich habe das in den vergangenen Wochen immer wieder gemeldet, aber bei der Firma fühlt sich niemand zuständig."

Auch auf Anfrage reagierte "Stroer" nicht. Bis Redaktionsschluss gab es keine Rückmeldung, warum die Litfaßsäulen und Plakatwände nicht regelmäßig kontrolliert werden. Auch aus dem Chemnitzer Rathaus war am Donnerstag keine Antwort zu bekommen, ob die Stadt Handlungsbedarf sehe.

"Es ist traurig", so Patt. "Das sind große Werbeflächen, die einfach so verkommen und der Stadt kein schönes Bild geben."

...doch dann einige Tage später...

Chemnitz - Jetzt kommt Bewegung in die Sache "Plakat-Streit": Peter Patt (55, CDU) beschwerte sich bei der Werbefirma "Stroer" über jede Menge verlotterter Großplakatwände und Litfaßsäulen im Stadtgebiet. Nun hat das Unternehmen geantwortet.

CDU-Landtagsabgeordneter Peter Patt.

"Die aktuelle Situation in Chemnitz ist den Witterungsbedingungen, dauerhaft feucht durch Regen und Schnee, wechselnde Temperaturen sowie viel Sturm, geschuldet", so die Antwort der Pressestelle.

"Die Bewirtschafter sind sensibilisiert und haben sich bereits in den vergangenen Tagen um die Instandsetzung der Flächen gekümmert. Die Arbeiten werden auch in dieser Woche mit Hochdruck weiter fortgeführt, um das Erscheinungsbild schnellstmöglich zu verbessern.​"

Patt hatte zuvor mehrere Anfragen an das Unternehmen geschickt, aber keine Antwort erhalten. "Seit Wochen sehen die Wände so schlimm aus. Die Witterung ist keine Überraschung, man hätte zum Beispiel anderen Kleber verwenden können."

Durch Regen und Schnee lösen sich die Plakate von der Litfaßsäule ab.

Fotos: Klaus Jedlicka, Kristin Schmidt